GRÜNDUNGSGESCHICHTE

Lea Tomppert

Was am Ende zählt, ist aber nicht nur das Essen. An den großen Zehnertischen im Bistro kommt man miteinander in Kontakt. Einmal traf eine Frau im Kochtopf zufällig eine Schulfreundin wieder – nach fünfzig Jahren. Und wer sich noch nicht kennt, den macht Lea Tomppert miteinander bekannt. Sie stellt Tischnachbarn einander vor oder gibt auch mal kleine Gesprächsimpulse. Die Tischordnung hat Lea Tomppert genauso sorgfältig im Blick wie die Menüplanung.

Lea Tomppert wuppt das Bistro, die Mittagstische und das Catering im Moment allein. Nur im Sommer – wenn mehr Gäste von auswärts kommen - hilft ihr Partner beim Service. Eigentlich wären die Menüs im Kochtopf toller Content für Social Media. Aber dazu fehlt der Unternehmerin Zeit und Geduld. Trotzdem stand sie schon für Interviews vor der Kamera. Nicht zur Eigenwerbung - sie ist ohnehin ausgebucht. Sondern damit andere Dörfer von ihrem Kochtopf-Modell erfahren.

Für die Zukunft des Kochtopfs wünscht sich Lea Tomppert, dass weitere Gemeinden ihr Konzept kopieren: Essen auf Spendenbasis mit Voranmeldung, gerne in leerstehenden Gemeinschaftsräumen. Denn ein gutes und gesundes Essen macht glücklich - genauso wie eine lebendige Dorfgemeinschaft.